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seit dem 21.11.12

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.

Jakobus 1,19

 

Liebe Geschwister, liebe Freundinnen und Freunde,

stellt euch einmal vor, wir hätten an Stelle eines Mundes zwei Münder. Was könnten wir da nicht alles drauflosreden. Das würde nur so aus uns heraussprudeln. Doch weiß dann der eine Mund überhaupt, was der andere behauptet? Reicht es nicht so schon, dass manche mit gespaltener Zunge - mal so, mal so - reden?!

Eine Dolmetscherin antwortete einmal auf die Frage, wie sie es in einer Simultanübersetzung schaffe, mehrere Gedanken zugleich zu verarbeiten, denn sie übersetzt einen Satz, hört den nächsten und spricht einen dritten aus: „Der Eingang muss eben stärker sein als der Ausgang. Ich darf mich nicht reden hören.“

Das gibt zu denken. Haben unsere Sätze zu wenig Wert, weil wir viel zu wenig zuhören und viel zu viel reden? Finden meine Worte deswegen zu wenig Gehör, weil ich selbst kaum ein hörender Mensch bin? Zumeist ist die Antwort auf das Gehörte schon auf der Zunge, noch bevor der andere den Satz zu Ende gesprochen hat. Und dann kommt zurecht die Frage: Hörst Du mir überhaupt zu?

Gott hat uns bewusst zwei Ohren gegeben und nur einen Mund, um genau zuhören zu können. So soll Martin Luther einmal gesagt haben: „Der Mensch hat zwei Ohren und nur einen Mund, folglich soll er doppelt so viel hören als reden.“ Und wenn ich genau und lange genug hinhöre, dann wird sich das mit dem Zorn bestimmt auch regeln.

 

Eine erholsame Frühsommerzeit wünschen und grüßen Euch, Eure Geschwister

 

Elke und Friedemann Hasting

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Herrnhuter Brüdergemeine Gnadau | bruedergemeine-gnadau@gmx.de